Food, Salzburg

Das beste Frühstück Salzburgs

(Werbung) Wisst ihr, auf welche Seehöhe Salzburg liegt? Auf genau 425 Metern – und das Franziski-Schlössel am Kapuzinerberg liegt auf schnuckeligen 640 Metern. Genau diese 235 m Höhenunterschied habe ich am Sonntag bereits vor dem Frühstück hinter mich gebracht. Zu Fuß und unter heftigem Geschnaufe. Gelohnt hat es sich über alle Maßen.  Aber nun mal von vorne:

 

 

Auch dieses Jahr findet in Salzburg wieder das Genussfestival Eat&Meet* 2017 statt. Über einen Monat verteilt spielen sich da wunderbare gastronomische Geselligkeiten ab: Lokale laden ein und präsentieren ihre Künste, ganze Menüs stehen unter bestimmten Mottos und manch ein Bierbrauer führt einen durch eine ganze Armada von Gasthäusern, um Allerlei Flüssiges zu verkosten.

Weil man ja nicht auf allen Kirtagen gleichzeitig tanzen kann, habe ich mich für eine kleine Auswahl an Veranstaltungen entschieden, die ich dieses Jahr ausprobieren wollte. Ganz vorne dabei: das Gasthaus im Franziski-Schlössel, dass ich als Zuagroaste bisher nur vom Hörensagen kannte (auch nach fünf Jahren tiefster Salzburgliebe wird mir der Status als Neu-Salzburgerin wohl nicht so schnell aberkannt werden).

Das Franziskischlössel kann man bequem per Taxi erreichen oder zu Fuß – wobei „zu Fuß“ eine nette Untertreibung für eine halbstündige Wanderung hoch hinaus ist. So promenierte ich über allerlei Stufen und Waldwegen, immer das schönste Salzburgpanorama im Blick habend, doch einige Höhenmeter, bis ich zur Belohnung in die alten Mauern des zu Wehrzwecken errichteten Gebäudes einkehren durfte.

 

 

Und dann wartete da das phänomenalste Frühstücksbuffet auf mich, bei dessen Anblick ich jegliche Ernährungsvorsätze schlagartig in den Wind warf. Allein die Fleischauswahl – von lokalen Produzenten, wohlgemerkt! – ließ mich da schon entzücken: butterweiches Roastbeef, mildes Vitello Tonnato, hauchdünner Schinkenspeck, würziges Bratl und deftige Landwürstel sind nur eine kleine Auswahl, die es dort zu verkosten galt. Auch das vegetarische Assortiment war nicht zu verachten: viele warme Eigerichte (Ei in Avocado, als Röllchen mit Spinat, in Muffinsform mit Zucchini), Bulgursalat und an die zwanzig verschiedene Käsesorten (warm mit Speck umwickelt, als Minimozzarella, in verschiedenen Marinaden eingelegt, in Weich-, Aufstrich- und Hartkäsevarianten), Bulgursalat und Birchermüesli warteten für die vegetarischen Besucher.

 

 

Besonders umwerfend schmeckte der Briocheauflauf (mit leichter Rumnote und vielen Rosinen) und die lockerleichte Topfentorte, die nicht zu süß war. Auch die Minitartelettes waren ein Genuss für Auge und Gaumen. Lobend erwähnen sollte man die Schinkenkipferl, die man heutzutage leider viel zu selten auf Frühstücksbuffets findet, die Mohnschnecken, Lachswraps und die Minisulzen. Außerdem die Eierschwammerl, die Obstplatte, und vergesst mir die österliche Butter in Hahnform nicht!

 

 

Ich weiß nicht, wann ich jemals ein Frühstücksbuffet gesehen habe, dass so regional, liebevoll und reich bestückt dahergekommen wäre. Dass der Honig von Bienen kommt, die direkt vor der Haustüre ihre Arbeit verrichten, war nur eine weitere schöne Anekdote, die mir diesen Sonntag Morgen verzaubert hat – vielen Dank an Eat&Meet und das Franziski-Schlössel für die Einladung!* Wer will, bruncht im Franziski-Schlössel ab 6 Personen unterm jahr übrigens ebenso gut wie ich im Rahmen des Eat&Meet.

 

Franziski-Schlössel

 

*Disclaimer: Im Rahmen des Eat&Meet wurde ich zu diesem Frühstück eingeladen.