Life

Life Update: Ein neues Bad.

 

Wer mir auf Instagram Stories folgt, der weiß: bei mir zuhause war gerade Baustelle. Nach einem Wasserrohrbruch wurden mein Badezimmer und meine Toilette generalsaniert. Zuerst war angedacht, nur die Rohre und die betreffenden Fliesen zu erneuern, aber schnell war klar: wenn schon alles dreckig und staubig wird, dann kann man auch gleich die ganze Gschicht machen. Darüberhinaus war unser Bad nicht gerade chic: es stammt noch aus den sechziger Jahren und war farbtechnisch dementsprechend (rosagaxibraun) ausgestattet.

Also haben wir den nahegelegensten Installateur aufgesucht und um ein neues Bad gebeten. Unserer Bitte kam dieser natürlich gerne nach, werfen wir ihm doch einiges an Geld in den Rachen (Aber verdienterweise! Unser Installateur ist super!).

Sämtliche Fliesen wurden von den Wänden geschlagen und Mauern aufgebohrt. Es war schmutzig, es war laut und überall herrschte Chaos. Zehn Tage lang hatten wir nicht einmal ein Klo und waren wirklich verdammt glücklich darüber, gut mit den Nachbarn befreundet zu sein. Ich war ziemlich mit meinem Leben überfordert und habe deswegen nicht die Zeit und Muße gehabt, lange in der Küche zu stehen. Aufgrund dieser Tatsache hab ich auch bestellt: und was manche Salzburger Lieferdienste so anbieten, haut mich nicht vom Hocker. Über die Jahre bin ich mit heißer Pizza alleine einfach nicht mehr zufriedenzustellen und esse einfach lieber in besseren Restaurants.

 

 

mjam deal

Nichtsdestotrotz bin ich nach diesen kräftezehrenden Tagen jedoch wieder ein großes Stück glücklicher: mein Bad erstrahlt in neuem Glanz. Was nach einer abgedroschenen und ausgelutschten Floskel klingt, stimmt wirklich: mein Bad ist wunderschön. Niemals hätte ich gedacht, dass ich solch eine Begeisterung für Fliesen entwickeln könnte, sodass man freiwillig drei verschiedene Baumärkte abklappert, um Keramikvierecke zu bestellen. Und nachzubestellen. Und abzuholen. Und… Sagen wir es so: ich habe so viel Zeit und Gedanken mit Fliesen verbracht, dass das ganze Wort für mich mittlerweile sinnentleert ist. Fliesen. Fliiiiiiesssen. Fliesen. Komisches Wort, wenn man es tausendmal in einer Woche sagt.

 

 

Der Fliesenleger, der die Kacheln verlegen musste, hat mich wohl in Gedanken verflucht, bestand ich doch auf weiße Metrotiles – kleine Fliesen, deren Verlegung sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Die schwarzen Pennytiles am Boden allerdings waren sehr rasch verlegt, weil sie nicht einzeln, sondern auf einem Netz angeordnet sind. Fun fact: über mein dunkles Klo bin ich anfangs etwas erschrocken, sahen die grauen Wandfliesen im Bauhaus doch irgendwie nicht ganz so dunkelgrau aus. Sie harmonieren aber einfach perfekt mit den gemusterten Bodenfliesen, die auf Instagram Stories für wahre Begeisterungsstürme gesorgt haben (das mit der Nachbestellung von denen ist wieder eine ganz eigene Geschichte, fragt mich niemals danach).

 

 

Mein Bad ist übrigens so winzig, dass man es nur ganz schwer auf Fotos draufbekommt. Ich hab mich deswegen mit meinem iPhone in der Nasszelle ziemlich verrenkt und entschuldige mich, dass man nicht mehr sieht – man bekommt es einfach nicht besser drauf…