Food, Life Hacks

Käseplatte dekorieren – so geht’s!

Meine Freunde wissen: ich bin die Queen of Käseplatte. Ich finde, wer Gäste einladet und dann mit einer fancy Käseplatte auftrumpfen kann, wirkt immer so, als hätte er sein Leben gut beinander. Käseplatten wirken schick, sind leicht vorzubereiten und auch für vegetatrische Freunde ein willkommenes Fressen.

Für zirka 40€ kann man 6 Personen gut bewirten, und wer dann noch ein, zwei Flaschen guten Wein oder Bier aus dem Ärmel zaubern kann, hat für den Spiele-, Fernseh- oder Diaabend (Schmäh, kein Mensch macht mehr Diaabende) gut ausgesorgt. Wie ich beim Zusammensetzen und Servieren einer Käseplatte vorgehe, könnt ihr hier nachlesen:

 

 

Käsesorten

Käse mag ich gerne, aber ich bin durchaus heikel. Ich mag weder Ziegen-, noch Schimmelkäse und bevorzuge deswegen eher milde, feine Käseplatten. Dafür nehmen gerne einen Weichkäse wie Camenbert, einen würzigen Hartkäse wie Bergkäse und einen etwas außergewöhnlichen, hellen Käse, wie diesen Wensleydale mit Cranberries. Zusätzliche achte ich darauf, dass immer ein ganz besonders milder Schnittkäse wie Butterkäse oder Gouda auf meiner Platte ist, da es Menschen gibt, die wirklich besonders heikel sind, und auch diese bei einer Käseplatte zugreifen können sollen.

 

 

Brot

Brot ist gut, aber ich finde, bei einer Käseplatte sind Cracker besser. Dabei sollte man ganz besonders ausgefallene Crackervarianten aussuchen, die sowohl in Form, Farbe, als auch im Mehl unterschiedlich sind. Durch den Vollkornanteil wirken die Grissini ganz besonders hochwertig, das Knäckebrot, das ich ausgewählt habe, liefert dank der Dillkruste noch ein gewisses Aroma und die roten Beete Cracker können auch von glutenintoleranten Menschen gegessen werden. Faustregel ist übrigens: kaufe immer viel mehr Cracker, als du glaubst, zu benötigen. Wenn du im Geschäft stehst und denkst, du hättest genug, packe noch eine Schachtel ein. Du wirst sie brauchen.

 

 

Obst

Bestimmt weiß jeder von euch: Äpfel und Birnen passen sehr gut zu Käse. Was ich besonders liebe, sind Feigen, die auf einer Käseplatte wunderschön aussehen. Leider hab ich im Supermarkt keine gefunden, solltet ihr jedoch welche verwenden, achtet unbedingt darauf, sie zu vierteln und etwa auf dem Camembert zu drapieren. Auch Beeren harmonieren mit Käse. Finger weg von Zitrusfrüchten: die Säure von Orangen und Mandarinen, aber auch Kiwis und Ananas hat keinen guten Einfluss auf Käse.

 

 

Knabbereien

Nüsse und Trockenfrüchte sollten definitiv auch noch auf eine Käseplatte. Mit ihnen kann man kleine Löcher dekorativ auffüllen, außerdem sättigen sie und geben Biss. Ich mag neben getrockneten Marillen auch Feigen und Datteln gerne, Oliven dürfen gerne auch gerne mit von der Partie sein. Marmelade, Chutney und Honig sind übrigens grandiose Begleiter zu Käse. Die Bratapfelmarmelade auf meinem Bild ist ein herrlicher Dip für würzigen Käse, und Honig gebe ich immer auf den Weichkäse, das sieht besonders edel aus.

 

 

Servieren

Nicht nur Wein passt hervorragend zu einer Käseplatte, auch Sherry oder Whisky harmonieren gut. Wer lieber antialkoholisch bleiben möchte, kann zu aufgespritzem Hollersirup greifen. Sollte man Wein wählen, sind liebliche oder Dessertweine zu bevorzugen: trockene Weine komplimentieren den Käse nicht perfekt. Den Käse nicht Scheibchen für Scheibchen aufschneiden, sondern lieber im ganzen Stück servieren (wer seinen Gästen die Scheu vor dem Anschneiden nehmen will, setzt den ersten Schnitt allerdings schon vor dem Servieren). Beim Servieren gilt natürlich wie immer: kalter Käse schmeckt fade, man lässt ihn lieber eine Stunde bei Zimmertemperatur reifen.

 

Käseplatte

Gibt es auch einige Käsetiger unter euch? Und welche Sorte darf bei euch nicht fehlen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!