Food, Life Hacks

Meal Plan: So plane ich eine Woche

Gerade erst führte ich mit einer Freundin eine Unterhaltung darüber, wie wir entscheiden, was wir dioe Woche über so kochen. Ich bin prinzipiell eine sehr chaotische Einkäuferin, kaufe oft unbedacht Lebensmittel und stehe dann zuhause vor dem Rätsel, was ich denn damit mache.

Irgendwann aber habe ich es geschafft, mit selber auszutricksen, und mache jetzt etwas anders: ich plane meine Gerichte mit einem Wochenplan vor. Erstaunlicherweise spart man so nämlich nicht nur Zeit, sondern auch Geld: Lebensmittel laufen nicht mehr ab und man kauft nicht mehr viel zu viel ein.

Mehr als drei bis vier Essen pro Woche plane ich nicht vor. Im Laufe der Zeit hat sich nämlich herausgestellt, dass das in etwa die Anzahl der Mahlzeiten ist, die ich zuhause koche. Die regelmäßigen Einladungen zu Veranstaltungen oder Essen bei Freunden und Familie unterbrechen den Rhythmus nämlich ziemlich oft, und manchmal essen mein Mann und ich auch einfach in der Arbeit – dann gibt es abends nur eine kleinere Jause oder einen Snack. Dabei plane ich ürbigens nicht genau, an welchem Tag es welches Essen gibt, sondern einfach 3-4 Gerichte, die irgendwann in dieser Woche auf den Tisch kommen sollen.

Essen vorplanen beansprucht bei mir etwa 15 min. 15 Minuten, die sich positiv auf die ganze Woche auswirken: man ist nämlich definitiv relaxter, wenn man weiß, was es jeden Abend geben soll und man nicht gestresst und verwirrt vorm Kühlschrank steht. Darüber hinaus kann man einige Gerichte dann auch schon am Vorabend vorbereiten, und bekommt so ratzfatz am nächsten Tag etwas auf den Tisch.

 

 

Statusupdate

Ich beginne damit, alle Zutaten, die sich in den Schränken, im Kühlschrank oder Tiefkühler befinden, herauszuräumen. Mit Zutaten meine ich sämtliche Dosen, Fertigpackungen, Gemüse und Beilagen. Kleinere Dinge wie Öl, Gewürze oder Mehl zähle ich nicht dazu. Auch wenn das ein Schritt ist, auf den man oft verzichten will, weil man sich denkt: Ich weiß ja eh, was ich habe, ist es der Punkt für mich, der am wichtigsten ist: man muss wirklich alles gemeinsam auf einem Haufen sehen, um Kombinationen leichter herausfinden zu können.

 

 

Inspiration

Dann geht es ans kombinieren: manchmal springt mich von vornherein etwas an, was ich mit den Zutaten machen möchte. Oft genug aber habe ich das Gefühl, nichts davon passt zusammen, oder ich würde ständig das Gleiche mit einer bestimmten Zutat zubereiten. Dann suche ich Seiten im Internet und meine Kochbücher auf. Pinterest ist mir hier eine sehr, sehr große Hilfe: meist gebe ich einfach die Zutate auf Englisch ein und schon taucht eine Armada von Ideen vor mir auf.

 

meal plan

 

Niederschrift

Ich formuliere die Rezepte grob mit Beilagen aus und überprüfe dann anhand des Rezepts, ob ich alle Zutaten zuhause habe. Sollte das nicht so sein, notiere ich mir die fehlenden auf einem weiteren Zettel, der mir als Einkaufshilfe dient.

 

Was es bei mir wurde:

Kichererbsencurry mit Reis: Die Dose Kichererbsen, die Currypaste, die Packung Kokosmilch, der Reis, die Erbsen und die Karotten (die es nicht auf das Bild geschafft haben) werden zu einem Kichererbsencurry verkocht. Was ich dafür noch besorgen muss: nichts.

Pangasius in Parmesankruste und Erdäpfel: Der Pangasius und das große Stück Parmesan finden für dieses Gericht zueinander. Was ich dafür noch besorgen muss: Erdäpfel, Knoblauch.

Marokkanische Bratlinge mit Rotkrautsalat und Tsatsiki: Die Fertigpackung für Bratlinge, die Gurke und das Rotkraut werden dafür benötigt. Was ich dafür noch besorgen muss: Joghurt für das Tsatsiki, Orangen für den Salat.

 

Pic via Cami Talpone

 

Diese Woche war eine, bei der ich relativ leicht kombinieren konnte – es befand sich recht viel in den Schränken. Aber auch wenn sich weniger vor einem türmt, kommt man auf spannende Gerichte. Je öfter man seine Woche so plant, desto leichter fällt es einem – probiert es mal aus!