Food, Salzburg

Salzburg Geheimtipp: Fridex in Sheraton.

A little bit of everything

Ich bin ja eigentlich kein Mensch, der sich schwer entscheiden kann. Im Gegenteil, meistens weiß ich recht schnell, wohin es mich zieht.

Aber der werte Herr Ginger – na, der kann sich vielleicht schlecht entscheiden! Jedes Mal, wenn wir beide Essen gehen, studiert er die Speisekarte rauf und runter, wägt ab, vergleicht und ist am Ende dann doch oft unzufrieden mit seiner Wahl.
Darum werde ich ihn nun bald zum Fridex, dem After Work Dinner im Sheraton entführen. Dort muss man sich nämlich nicht entscheiden, im Gegenteil: Man darf sich quer durch die Speisekarte essen: Mit dem Dessert anfangen, zweimal Suppe bestellen, auf die Hauptspeise ganz verzichten – nach Lust und Laune und immer wieder neu.
Cocktail Drink

Entschließt man an einem Freitag, dass es mal wieder Zeit zum Völlern und Genießen ist, so suche man am besten das Sheraton Salzburg auf. Das liegt malerisch inmitten grüner Bäume im Kurgarten, gleich vis a vis des Mirabellgartens, in der Auspergstraße.
Stephanie Umland, die Marketingmangagerin des Hotels hat meine Kolleginnen von Salt and the city, die lieben Damen vom Look Magazin und zwei Vertreter von Salzburg Leben und mich vor Kurzem eingeladen, ein solches Fridex Dinner einmal auszuprobieren. Ich ließ mich das nicht nehmen und darf euch nun von meinen Erfahrungen berichten:
Glas
Weil es sich auf einem Bein nicht gut steht und damit der Aperitif an der Bar in der Lobby nicht gleich in den Kopf steigt, gab es zum sehr fein gemixten Gin Tonic gleich ein Gläschen zu verkosten: cremig aufgeschlagenes Spargelmus nämlich.
Frdiex
Dann ging es auch gleich weiter in den Speisesaal des Hotels. Dort liegen bei jedem Fridex Dinner nicht nur blütenweiße, glattgebügelte Tischdecken auf dem Tisch, sondern auch Papier und Stifte. Hier soll/darf/kann man sich kreativ ausleben – und wo man sitzen muss, weiß man auch gleich:
blume
Ein Highlight des Abends waren unsere beiden internationalen Kellner: So ließ der eine seinen französischen Charme spielen, während der andere uns mit ausgesuchter deutscher Höflichkeit den ganzen Abend lang beinahe jeden Wunch von den Augen ablas. Das Wasser- und respektive das Weinglas wurden an diesem Abend auch niemals leer. #Zauberei oder so.
ober
ober
So sieht nun eine typische Fridex Speisekarte aus. Auf ihr befinden sich aber nicht die Namen der Gerichte, sondern nur ihre Zutaten. Was dann auf den Teller kommt, ist eine Überraschung. Die Reihenfolge, in der man ein Gericht bestellt, ist übrigens egal: Man kann mit dem Dessert beginnen, zweimal die gleiche Hauptspeisee bestellen oder auch nur Vorspeisen essen – sooft man kann übrigens. Ich warne jedoch vor: mehr als sieben Gänge schafft man meiner Meinung nach nicht.

menu

Wenn man sich nun für ein Gericht entschieden hat, schreibt man die
Zahl, die neben ihm steht auf ein Post-It und klebt dieses an einen
Glasstab, der in der Mitte des Tisches steht. Der Kellner nimmt ihn dann
mit, und wenige Minuten später steht das Essen schon vor einem.

menu
Das macht jeden Gang äußerst spannend. Da wir acht Personen waren, ließ sich schnell ein Überblick gewinnnen, was denn so ungefähr auf die Teller kommt und man musste sich nicht durch alles selbst probieren.
Zwischen zwei Gängen durften wir uns auch noch schnell in die Küche stehlen und den Köchen bei ihrer Arbeit zusehen. Die ließen sogar für einen Moment alles stehen und liegen, um für ein Gruppenfoto zu posieren.
sheraton küche
hotelkpüche
Meine Favoriten des Abends warenn übrigens Stör-Stör-Kaviar, ein Fischmousse auf einer Art Sulze mit Kaviar und Baiser-Schokolade-Lavendel, eine üppige Schokoladecreme mit einem Baiser und Lavendelblüten.
vorspeise
baiser
Auch nicht schlecht: das pikante Tomateneis, das mit unserem Hashtag aus Schokolade verziert wurde. 
tomateneis
Nach dem Gelage verzogen wir uns nochmal kurz an die Bar, um bei einem Kaffee beziehungsweise Pimm’s den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.
coffee
Wie man sieht: Das Fridex Dinner, das jeden Freitag Abend im Salzburger Sheraton stattfindet, ist ein guter Ort für Leute, die hungrig, entscheidungsschwach oder ausprobierfreudig sind.
Bei 16 Gerichten (5 Vorspeisen, 2 Suppen, 5 Hauptspeisen und 4 Desserts) um 33€ tut das Ganze auch der Brieftasche nur minimal weh.

Dieser Artikel gibt meine persönliche Meinung wider, die Kosten für das Dinner inkl. Getränke trug das Sheraton Salzburg. Vielen Dank für die nette Einladung!

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