Life

Meine Kliniktasche für die Geburt

Kliniktasche

Disclaimer: Dieser Beitrag enthält keine bezahlte Werbung/PR-Samples, auch wenn bestimmte Marken sichtbar sind.

 

Als Erstgebärende habe ich per se wenig Ahnung, was alles so in eine Kliniktasche hineingehört. So schwanke ich ständig zwischen der Überzeugung, zu viel beziehungsweise zu wenig eingepackt zu haben. Was sich nun in meiner Kliniktasche befindet, ist eine Mischung Dingen, die mir von ZuseherInnen, LeserInnen und meiner Mama empfohlen wurden, anderen Blogposts und Tipps der Hebamme des Geburtsvorbereitungskurses. Sollte ich wirklich etwas Essenzielles vergessen habe, habe ich das Glück, dass das Krankenhaus nur zehn Minuten von unserer Wohnung entfernt liegt und mein Mann mir fehlende Dinge nachbringen könnte. Vier Tage lang dauert der Aufenthalt in meinen Krankenhaus, wenn man eine natürliche Geburt hinter sich hat, bei einem Kaiserschnitt verlängert sich dieser meines Wissens nach um zwei Tage.

Stilleinlagen, Wochenhöschen, Windeln und Babykleidung hat die Klinik, ebenso wie Handtücher und Waschlappen. Hier nehme ich aber noch einen eigenen mit.

 

 

Kleidung

2 Nachthemden, 4 Paar Socken, 1 Paar warme Socken, 2 Still-BHs in großer Größe, 4 besonders große, nicht mehr schöne Unterhosen, 1 schwarze Jogginghose, 3 sehr weite Shirts, leichter Bademantel

Auf Empfehlung einer Leserin hin, die gemeint hat, dass die Krankenhausnachthemden furchtbar kratzig seien, habe ich 2 Nachthemden eingepackt, wobei eines von Gownies ist, das sowohl vorne zum Stillen als auch hinten durchgehend aufgeknöpft werden kann. Eine dunkle, weite Jogginghose (Stichwort Wochenfluß) wurde mir von meiner Mama empfohlen. Auch die warmen Socken wurden beschworen, da anscheinend mit kalten Füßen die Wehen nicht weitergehen könnten (?). Ich habe drei sehr große und weite T-Shirts eingepackt, mit denen ich stillen könnte, die aber auch nett anzusehen sind, falls Besuch käme und ich mich wohler fühlen möchte. Mal sehen, ob ich irgendetwas von dieser Kleidung wirklich trage, oder ob ich vier Tage in Krankenhauskitteln herumrennen werde (die haben schließlich den Vorteil, dass man sie nicht selber waschen muss…).

 

 

Snacks

Kekse, Traubenzucker, Saftpäckchen, Trinkbecher

Die Hebamme meines Geburtsvorbereitungskurses meinte, viele Schwangere, die sie betreut hätte, hätten während der Geburt Lust auf ein süßes Getränk gehabt. Von kohlesäurehaltigen Drinks riet sie ab, weswegen ich kleine Saftpäckchen besorgt habe. Über diese würde sich anscheinend auch der Mann oft sehr freuen. Die Kekse dienen als Notration für denselbigen, und den Traubenzucker habe ich eingepackt, weil ich zufällig welchen zuhause hatte. Kann ja nicht schaden. Der Trinkbecher ist für Wasser gedacht.

 

 

Toilettebeutel

Abschmink- und Feuchttücher, Brustwarzensalbe, Zahnputzzeug, Duschgel und Haarzeug, Labellos, Haargummi, Deo, Wimperntusche, Waschlappen

Ich gehe stark davon aus, dass ich die Wimperntusche nicht verwenden werde, so eine Tube nimmt jedoch so gut wie keinen Platz ein, weswegen ich sie in den Beutel geschmissen habe. Nahezu religiös beschworen wird Lippenpflege, da die Lippen wohl durch das viele Atmen sehr beansprucht werden. Ich habe gleich zwei Stück eingepackt, falls eines zwischendurch abhanden kommen sollte. Der Rest ist klassisches Hygienezeug, das ich sowieso immer einpacke, nur die Brustwarzensalbe ist ungewöhnlich für mich. Auch eine kleine Packung Feuchttücher habe ich noch eingepackt – nicht für das Baby, sondern für einen möglicherweise etwas empfindlicheren Intimbereich, der normales Toilettenpapier nicht erträgt.

 

 

Diverses

Schlafmaske, Tennisball, Schlapfen, Handy, Akkupack, Papiere (Mutterkindpass, etc.)

Ist eine Schlafmaske zu dekadent? Fakt ist, ich habe null Ahnung, wie das mit dem Schlafen in einem Krankenhauszimmer mit mehreren Patientinnen abläuft. Ist es da hell? Hat man Zeit, tagsüber zu schlafen? Ich gehe davon aus, mit so einem kleinen Anhängsel ist Schlaf plötzlich sowieso eher rar gesät, aber ich hab halt mal eine Schlafmaske eingepackt. Der Tennisball soll zum Massieren während der Wehen dienen und ohne Handy und Notfalls-Akkupack geh ich sowieso nicht aus dem Haus.

 

Für das Baby

Maxi Cosy, Decke, Haube, Socken, Fäustlinge, Outfit

Diese Sachen sind nicht per se in meiner Kliniktasche, sondern werden von meinem Mann gebracht, wenn die Entlassung ansteht.

 

Wo ich noch überlege

Polaroid Kamera, mein eigener Kopfpolster, mein Outfit

Folgende Dinge sind nicht in meiner Kliniktasche, aber ich überlege, ob sich ein Mitnehmen selbiger nicht doch auszahlen könnte: etwa habe ich eine Sofortbild-Kamera zuhause und überlege, ob ich sie nicht mitnehmen sollte. Schließlich hat man im Gegensatz zu Handyfotos hier gleich etwas Handfestes zum Herzeigen. Und auch meinen eigenen Kopfpolster würde ich gerne mitnehmen, da ich so an diesen gewöhnt bin und in Hotels mit fremden Pölstern immer sehr schlecht schlafe. Und was zieht man selber an, wenn man vom Krankenhaus nachhause geht? Das Gewand, mit dem man gekommen ist? Soll man extra etwas einpacken? Hier bin ich noch etwas unschlüssig.

 

Habt ihr ähnlich gepackt? Und womöglich viel zu viel dabei gehabt? Oder hat es für euch gut gepasst?