30. Juni 2015

Outside another yellow moon.

outfit

Die Fäschn-Reihe mit den Karmapunkten auf diesem Blog ist ja durchaus als Selbsterziehung für mich selbst gedacht. Wenn's ans Punktezählen geht, will man sich ja eigentlich nicht selbst betrügen, und nur für faire und in Europa produzierte Ware gibt es Pluspunkte. Und für Second Hand Kleidung! Dieses Mal sind zwei Stück aus Vorbesitz abgebildet: die Tasche und die Kette.


outfit

Besonders wichtig ist mir das auch wieder geworden, als ich diese Woche den Film China Blue gesehen habe, eine Dokumentation über eine chinesische Textilarbeiterin, die heimlich gedreht wurde. Erschreckende Bilder über die Produktion von Jeans für Discountermärkte wie Wal-Mart, bei denen das Wort Mitarbeiter beschönigend und der Begriff Sklave ehrlicher ist.


Ich kann diesen Film nur jedem/r ans Herz legen, besonders den Menschen, die sich zu oft neue Kleidung aus zweifelhafter Quelle kaufen.
Und gerade auch deswegen werdet ihr merken, dass sich Kleiderstücke und Accessoires bei Fäschn immer wiederholen - denn ich will nichts neues kaufen, nur weil ich womöglich schon letztes Monat eine schwarze Hose zu einem weißen T-Shirt kombiniert habe.

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Und nun die Abrechnung:
  • Bluse: Malvin (konventionell produziert, keine Made in Angabe, -1)
  • Jeans: ASOS (Made in Turkey, +-0)
  • Ohrringe: dawanda (+1)
  • Schuhe: VanDal (-1)
  • Armband: 3wunder (Made in Salzburg, +1)
  • Tasche: No Name (via Kleiderkreisel, +1)
  • Brille: Ray Ban (Made in Italy, +-0) 
  • Kette: COS (via Kleiderkreisel, +1)
Karmapunkte: +2*

ohrringe

tasche

Und nun, wie immer, die Details zum Posttitel, dem Tom Waits Song des Tages: Downtown Train. Wir wollen mal vergessen, dass Rod Stewart den Song gecovert, und How I Met Your Mother am Ende ihrer Serie verbraten haben, und stattdessen Tom Waits würdigen, der einen überragenden Popsong geschrieben hat und im Video dazu charmante Balletteinlagen tanzt.

schuhe

tasche

schuhe

"Ich verleihe mir für jedes Teil, das ich anhabe, einen Karmapunkt. Für ein Kleidungsstück oder Accessoire, das wahlweise fair oder ökologisch produziert wurde, vintage oder aus 2. Hand ist, gibt es einen Pluspunkt. Für jedes Teil, das nicht dem entspricht, gibt es einen Minuspunkt. Für jedes Teil, das von einem konventionell produzierenden Unternehmen hergestellt wurde, allerdings in Europa oder den USA, gibt es null Punkte. Und am Ende wird Bilanz gezogen." 

(Gute Güte, Bitte oszillieren Sie.)


25. Juni 2015

Blogger sind undankbare Arschlöcher.

Warum mich meine Kollegen manchmal enttäuschen und wir eine Blogger-Etikette brauchen

 

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Versteht mich nicht falsch - ich liebe, liebe, liebe was ich tue und bin gern und aus vollstem Herzen nun in meinem 5. Jahr als Bloggerin. Aber fünf Jahre sind durchaus eine lange Zeit und ich beginne langsam Dinge zu bemerken, bei denen sich bei mir die Haare aufstellen.

Ganz gewiss habe ich hier einen besonders provokanten Titel gewählt - so böse meine ich es vielleicht gar nicht. Aber ich möchte mir gerade ein wenig Ballast von der Seele schreiben.

 

Außerdem möchte ich noch...

Den Fußballtrainer des Kindersportvereins habe ich noch nie sagen gehört: Wenn nicht alle elf Spieler einen Toaster bekommen, gehen wir erst gar nicht auf's Feld. Und bezahlt werden wollen wir natürlich auch."

Versteht mich nicht falsch - manche Menschen wollen vom Bloggen leben. Chapeau, das finde ich löblich und bewunderswert! Und wenn man richtig viel Arbeit in das Schreiben, Fotografieren und Designen seines Blogs steckt, dann ist das auch verdient.
Aber: soll jeder sesselpupsende, bloggende Schneebrunzer sofort Geld auf die Kralle bekommen, wenn er löblich die Heckenschere der Firma Gartenspaß erwähnt, die er nun in dreifacher Ausführung zu Hause hat (eine zum Ausprobieren, eine zum Verlosen und einen für die Mizzi-Tant'.)? So manch eine Diskussion in Facebookgruppen zu diesem Thema verursacht bei mir Hardcore-Augenrollen.

 
writing

 

Nehmen, nehmen, nehmen

Im vergangenen Jahr habe ich einige Zeit und Energie in verschiedenste Blogger-Projekte gesteckt. Ich habe Salt and the city gegründet und organisiert und mehrere kleine Zusammenkünfte abgehalten, habe andere Blogger beraten und bewirtet, Hilfestellungen angeboten und für viele ein offenes Ohr und ein Lächeln im Gesicht gehabt.

Doch für meine Blauäugigkeit muss ich mich im Nachhinein schelten, denn einen großartigen Mehrwert in der Community für meinen Blog und mich als Autorin vermisse ich bis heute. Ich war und bin noch immer schockiert über die Unverfrorenheit und Nimm-Mentalität, die mir in einigen wenigen Fällen entgegengeschlagen ist.
author 

Wir sind nicht der Nabel der Welt

Nein, werte Kollegen. Hören wir auf, uns ständig zu wichtig zu nehmen, lassen wir die Schnappatmung sein, wenn Journalisten bevorzugt werden oder eine Firma eine Kooperation ablehnt.
Eine arrogante und sich selbst überschätzende Umgangsweise setzt sich meines Erachtens immer stärker in der Community durch. Natürlich sind Blogger über die Jahre erfolgreicher geworden, steigen die Aufrufzahlen unserer Artikel und freilich ist es unsere Stärke, am Puls der Zeit zu liegen.
Jedoch ist die gnadenlose Arroganz und Herablassung, die ich von manchen Seiten spüre, eine Unart und regelrecht abstoßend.

Bilder - @pixabay

Versöhnliche Ratio

Ich vermisse, dass sich mehr Blogger erkenntlich zeigen, Arbeit und Hilfestellung hoch anrechnen und sich mit der Blogger-Währung revanchieren.
Was diese Blogger-Währung im Internet ist? Verlinkungen in Artikeln, Erwähnungen in der Blogroll, Teilen von Beiträgen auf Facebook.
Jeder/m von uns sind diese Punkte wichtig - und über jeden einzelnen freuen wir uns. Verlinkt doch mal einen Blog, der euch mit einem Kommentar den Tag versüßt, mit einem Tipp das Bloggen erleichtert oder einem Rezept Inspiration verschafft hat. Regramt nicht mit Hintergedanken die wunderschönen Fotos von größeren Bloggern, die euch durch deren Ästhetik besonders viele Likes einbringen, sondern teilt auch etwas außerhalb eurer visuellen Comfortzone.

Zeigt euch erkenntlich - be kind.

Dieser Post soll kein Rundumschlag sein. Ich kenne dutzende oder hunderte positive Gegenbeispiele,  die unprätentiös, herzlich und hilfsbereit sind und die mir tagtäglich im Web begegnen.


22. Juni 2015

Meine 5 besten Gugelhupfrezepte.


Guglhupfs werden auf diesem Blog sehr gerne gebacken. Über die Jahre hat sich der Guglhupf wohl als eine meiner Konstanten herausgestellt und nun gibt es insgesamt schon elf verschiedene Rezepte.
Es wird Zeit, euch meine fünf besten zu präsentieren!

Mir ist immer wichtig, dass ein Guglhupf besonders saftig ist. Meist ist so ein Rezept auch nicht schwierig, schließlich gilt es keine Schichten zu fabrizieren und manchmal reicht auch purer Staubzucker statt einer Glasur.

Also, buttert schon mal eine Form aus, und los geht es mit meinen persönlichen Top 5 der liebsten Guglhüpfe (die Reihung ist übrigens rein zufällig):

Heidelbeer-Vanille-Gugelhupf


http://www.gingerinthebasement.at/2015/04/heidelbeergugelhupf.html#.VYaLTUagudE

Heidelbeergugelhupf: Eines meiner hübschesten Exemplare. Funktioniert sowohl mit frischen, als auch mit tiefgefrorenen Heidelbeeren und ist eher von der buttrigen Sorte.

Schokoladiger Nussgugelhupf


http://www.gingerinthebasement.at/2014/02/schokoladiger-nussgugelhupf.html#.VYaLV0agudE

Der Schoko-Nuss-Guglhupf ist vielleicht sogar mein geheimer Favorit, denn er ist wahnsinnig saftig. Dank Bechermaß kann auch beim Abmessen kaum etwas schiefgehen.

Nutellagugelhupf


http://www.gingerinthebasement.at/2014/05/nutella-gugelhupf.html#.VYaQWEagudF

Der Nutella-Gugelhupf ist der Favorit meiner Leser und eines meiner meistgeklicktesten (ist ddas überhaupt ein Wort!?) Rezepte auf meinem Blog. Wahrscheinlich hat so wirklich jeder ein angebrochenes Glas Haselnuss-Schoko-Aufstrich im Küchenkastl stehen.

Schrattgugelhupf


http://www.gingerinthebasement.at/2013/03/schrattgugelhupf.html#.VYaLYUagudE

Zum Schrattgugelhupf habe ich eine nostalgische Beziehung. Erinnert er mich doch immer an meine Zeit in der Kaiserstadt Bad Ischl. Das war übrigens des Kaisers Leibspeise - verdienterweise.

Topfengugelhupf


http://www.gingerinthebasement.at/2014/10/topfengugelhupf.html#.VYaM8UagudE

Die deutschen Leser würden wohl Quarknapfkuchen sagen. Ein ganz klassisches Rezept mit wenigen Zutaten und umso mehr Geschmack. Liegt bestimmt unter anderem an dem Viertelkilo Butter.


18. Juni 2015

Interlab - Warum man in Salzburg am Leerstand scheitert.

Leerstand vs Utopie


Salzburg ist eine wunderschöne Stadt. Barocke Bauen, wohin man schaut, moderne Farbtupfer, ein Wahrzeichen, das über allem thront, und seien wir ehrlich: sogar der Schnürlregen hat seine romantischen Momente.