26. Mai 2016

Insidertipps vom Fernsehkoch: Ich koch mit Oliver! - und elektrabregenz

Behind the Scenes




Man hört das ja immer wieder: dass Menschen, die man aus Film und TV kennt, in echt viel kleiner sind, als sie im Fernsehen wirken.
Auf Oliver Hoffinger, dem Koch aus der Puls 4-Fernsehshow Koch mit Oliver! trifft genau das Gegenteil zu - er ist in Wahrheit nämlich noch viel größer als erwartet. Zum Beweis möge man dieses Foto von uns beiden genauer inspizieren: er überragt mich wohl um einige wenige Zentimeter.




Dass ich dem werten Herrn Fernsehkoch mit der wenig kompakten Körperlänge über den Weg gelaufen bin, hatte eine bestimmte Bewandtnis: sollten wir doch gemeinsam mit zwei anderen Bloggerinnen (Anna von Schlabola und Cathrin von Cooking Cathrin) ein Menü in einer elektrabregenz Küche zaubern. Vor laufender Kamera! Für mich ein Novum, denn vor laufenden Kameras habe ich noch nie mein Talent zur Schau gestellt.

 


Oliver bombardierte mich mit einigen Infos, und dann startete ich auch los mit der Zubereitung des Hauptgangs: fangfrische Saiblinge mit Kräuterfülle an knackigem Wildbrokkoli, mit einer scharfen Chili-Salsa. Der Fisch wurde im Dampfgarer von Elektra Bregenz sanft gegart, der wilde Brokkoli nur kurz auf hoher Temperatur auf der Induktionsplatte geröstet - so schmeckte er resch und lieferte ein angenehmes Wechselspiel zum butterweichen Filet.



Und weil wir hier alle auf Listicals stehen und ich ein paar streng geheime Insiderinfos weiterzugeben habe, kommen hier 5 Dinge, die ich an diesem Tag von Oliver Hoffinger gelernt habe:



Nicht rühren! Kicken!


Die berühmteste Kochbewegung ist nicht etwa das Schnippeln, Rühren oder Kneten: ein echter Koch kickt. Und zwar alles, was beim Zaubern auf den Boden fällt. Ob Karottenscherzl, Himbeere oder Brösel, mit einem Tritt befördert der Profi das Zeug aus dem Weg. Aber nicht aus Faulheit oder Aggressivität, sondern zum (Selbst-)schutz, stellt matschiges Zeug im Kochbereich doch eine große Gefahrenquelle dar.





Alkohol erlaubt

Weil ich gar so aufgekratzt war, gab es zur Entspannung ein Glas Prosecco. Dadurch entwickelte ich mich zu einem halbwegs eloquenten Mitmenschen, der mit der Zeit sogar vergessen hat, dass er gefilmt wird!



Das Essen ist (meist) kalt

No na.Wer für's Fernsehen drei Gänge kocht, setzt sich nicht zwischen jedem Gang hin, um in Ruhe sein Mahl zu genießen. Dank der integrierten Wärmelade in der elektrabregenz Küche war aber der Fisch noch warm.


Es wird nicht mit geschenkten Messern gekocht

Laut Aberglauben darf man kein Messer verschenken, denn das zerschneidet angeblich die Bindung zwischen den Personen. Deswegen kauft man das Messer mit einer kleinen Münze symbolisch ab.



Farbenspiel

Linseneintopf macht sich vor der Kamera eher nicht so prächtig. Deswegen wird darauf geachtet, möglichst bunt und farbenfroh zu kochen. Frische Kräuter, knackiges Gemüse und leuchtendes Obst bringt mehr Kontrast ins Bild und sieht lecker aus.


War hier was Wissenswertes für euch dabei? Und wie schaut es bei euch aus mit Insidertricks, die keiner kennt?

Mehr drüber nachzulesen gibt es HIER.


22. Mai 2016

What's in my bag: Das packe ich in meine Übernachtungstasche.

Nachhaltig Urlauben im Eco Suite Hotel Salzburg


Manchmal werde ich um Hoteltipps für Salzburg gefragt und bin dann jedesmal ganz konsterniert. Denn seien wir ehrlich - wer kennt schon gute Hoteltipps seiner Stadt? An den meisten Häusern geht man vorbei, von einigen wenigen kennt man die Bar und von kaum einem die Zimmer.

Deswegen kam es mir ganz gelegen, als das Eco-Suite Hotel, das sich in meiner unmittelbaren Nachbarschaft befindet (in Itzling nämlich, wunderschön direkt an der Salzach gelegen) angefragt hat, ob ich eine Nacht bei ihnen verbringen möchte.


(c) ecosuite

Der Ausblick aus unserem Zimmer. Erste Reihe fußfrei - da sieht die Salzach fast ein bisserl aus wie ein See.



Das Schöne an diesem Haus (nebst der Anreise, die nicht mal fünf Minuten gedauert hat): es ist ein ökologisches Wunderwuzzi! Es ist nämlich in Plus-Energiequalität gebaut, was bedeutet, dass vor Ort mehr Energie erzeugt als verbraucht wird. So wird zum Beispiel das Abwasser aufbereitet und zur Wärmeerzeugung für die Heizung genutzt, die Lampen sind mit LED-Glühbirnen ausgestattet, um den Stromverbrauch zu minimieren und durch Solarzellen am Dach wird Strom erzeugt - so viel, dass sogar die umliegenden Häuser damit gespeist werden!

Oberflächlich wie ich bin, hat mich aber die Einrichtung der Zimmer am meisten überzeugt (Stichwort Fototapete). Da schläft es sich auch als Birkenpollenallergiker ganz entspannt...


Selbst ohne Fototapete ist das Bett ein Gedicht. So gut geschlafen hab ich schon lange nicht mehr.

24 h lang, an 7 Tagen die Woche, kann man einchecken, und ist somit auch für eine spontane Übernachtung gut aufgestellt: Falls man schnell wieder raus will (nur für ein Abendessen in der Nähe, natürlich!) gibt's vor Ort übrigens auch einen Fahrradverleih. Sogar mit E-Bikes, für die gemütlicheren Geschöpfe unter uns. Der Salzachradweg beginnt gleich vorm Haus und führt schnurstracks in die pittoreske Salzburger Altstadt.

Nun aber zu meinem Übernachtungsrucksäckchen für eine Nacht:
Was muss bei mir zu einer Nacht auswärts mit, wenn es am nächsten Tag schnurstracks in die Arbeit gehen soll und am Abend noch im Internet gearbeitet werden muss?
Das darf bei mir nicht fehlen:

(c) Fräulein Flora



Die Essentials
  • Pyjama
  • Laptop, Speicherkartenadapter, Ladekabel 
 Dank schnellem gratis W-Lan surft es sich ganz unbeschwert.
  • Notitzblock & Stift 
Zum Mindmappen, Nachdenken und kreativ Sein reicht mir der Computer nicht aus - ich muss kritzeln können! Platz gab es genug, denn in jedem Zimmer des Eco-Suite Hotels gibt's einen großen Schrekibtisch zum Arbeiten.
  • Süßigkeiten 
Nach der Arbeit stand noch die neueste Folge Game of Thrones auf dem Plan, ohne Snack undenkbar. Das dazu passende Bier fand seinen Platz übrigens im Kühlschrank der kleinen Kitchenette, die in jedem Zimmer steht. Falls einen also der Hunger packt, kann man hier den Kochlöffel schwingen (oder zumindest die Überreste des Take-Aways für den nächsten Tag kühl stellen).
 


Das Toilettezeug
  • Zahnbürste - und Pasta
  • Gesichtscreme
  • Reinigunggel
  • Deo
  • Körperbutter
  • Duschgel 
Duschgel hätte ich übrigens gar keines mitnehmen müssen: es gibt nämlich ein zitronig frisches Bioduschgel gleich vor Ort, sowohl im Bad als auch in der Toilette. Die zwei Räume sind nämlich getrennt, was ich in Hotelzimmern hervorragend finde, hat man doch keine Probleme mit dringenden Bedürfnissen, falls man zu zweit verreist.
  • Haarcreme
Dusche ist geräumig, ich hab das für euch ausgecheckt. (c) Fräulein Flora




Die Schminke
  • Lidschatten
  • Primer
  • Lippenstift
  • Mascara
  • Eyeliner
  • Foundation
  • Augenbrauenstift
  • Rouge
  • Puder
  • Reisepinsel

Eine große Auswahl, mit viel frischem Obst und Bio-Lebensmitteln, Sonnentor-Tee und fairem Kaffee: So schmeckt das Frühstück gleich doppelt so gut!

Alles sieht noch so schön neu und frisch aus. Und die lila Sessel hätte ich am liebsten gleich mitgenommen.

Disclaimer: Eco Suite Hotel ist ein Partner von Salt and the City 2016. Dieser Artikel entstand in Kooperation.

17. Mai 2016

10 Dinge, die du unbedingt einmal alleine machen musst.

Good to be alone


Freunde zu haben, mit der Familie abzuhängen oder allgemein menschlich zu interagieren ist eine sehr feine Sache - ist der Mensch doch ein soziales Wesen, das Interaktion unbedingt braucht.
Trotzdem ist die Möglichkeit, einige Stunden oder sogar Tage nur mit sich selbst alleine zu sein, ein wunderbares Gefühl, das ich in meinem Leben nicht missen möchte. 




Für die Zeiten, in denen man lieber alleine anstatt gesellig ist, nun zehn Ideen, gespickt mit meinen Erfahrungen und einer definitiven Empfehlung zum Nachmachen:


Zehn Dinge, die du unbedingt einmal alleine machen musst


1. reisen

Ich würde keiner Frau ans Herz legen, alleine backpackend durch Südamerika zu ziehen - womöglich ist das gar nicht so gefährlich, wie ich es mir vorstelle, aber ich will ja nicht das Leben meiner Leser am Gewissen haben - trotzdem ist das Gefühl, seine Flügel alleine ausgestreckt zu haben, sehr belohnend.



2. ins Kino gehen

Mir passiert das ja öfter, weil ich einen eher....ausgesuchten Filmgeschmack habe. Und weil in meinem Umfeld keiner Lust auf The Hunger Games oder The Avengers hat, muss ich allein in die Vorstellung gehen. Bevorzugt übrigens in die am Nachmittag, in der seltsamerweise meist nur Teenagerjungs sitzen.


3. im Restaurant essen

Nein, wenn man allein ins Restaurant geht, wird man von den Obern nicht komisch angeschaut.
Und man wird bei Weitem weniger vom Geschmackserlebnis abgelenkt, wenn man alleine schnabuliert!



4. ins Museum gehen

Nie kann man Bilder und Exponate konzentrierter ansehen, als wenn man alleine durch die Gänge flaniert. Und am besten an der Sache: man muss seinen Schritt nicht an jemand anderen anpassen, sondern kann sich an jedem Exponat genau so viel - oder wenig - Zeit lassen, wie man möchte.

5. sich betrinken

An alle Leser unter 18: bitte weiterscrollen! Und an alle, die die Volljährigkeit schon etwas länger hinter sich haben: Sich einmal ganz alleine die Kante gegeben zu haben, ist ein sehr nettes Gefühl, das man unbedingt einmal ausprobiert haben sollte. 




6. unerreichbar sein

Alleine zu sein, aber trotzdem per Handy mit unendlich vielen Leuten verbunden zu sein, macht ja eigentlich eher wenig Sinn. Deswegen schlage ich vor: sich einfach einige Stunden alleine auf den Weg machen und das Handy ausgeschaltet lassen.

7. etwas Bauen

Ob eine Sandburg, ein Ikea-Möbel oder gar ein Gartenhäuschen: wer es einmal geschafft hat, ganz ohne Hilfe etwas Handwerkliches auf die Beine zu stellen, der fühlt sich danach stolz, selbstständig und kann sich glücklich auf die Schulter klopfen.




8. die Sonne aufgehen sehen

Obwohl Sonnenauf- und -untergänge etwas latent Romantisches an sich haben, ist das Gefühl, alleine zu beobachten, wie der Tag erwacht und die Sonne hereinbricht, nicht minder schön.

9. tanzen

Musik an, Hirn aus: Manchmal tanzt es sich besser, wenn man weiß, niemand sieht zu.


 

10. einen weiten Weg im Auto fahren

Vielleicht habe ich zu viele Bruce-Springsteen-Alben gehört, aber allein weite Strecken zu fahren ist für mich kartharsisch. Nie fühlt man sich freier und ungebunder. Und die Gedanken gehen mit auf die Reise.

* * *

Gibt es etwas, das ihr besonders gerne alleine macht? Was fehlt auf dieser Liste?



10. Mai 2016

Steirische Erdäpfelkrapferl.

Manche Kochvorgänge sind nahezu befriedigend. Erdäpfel durch eine Kartoffelpresse zu drücken etwa. Es hat für mich etwas seltsam Faszinierendes, grobe Knollen zu feinen Würstchen zu verarbeiten. Ich bin mir sicher, für diese Art der Faszination gibt es ein griechisch klingendes Fremdwort, da ich bestmmt nicht alleine bin mit der Passion für's Kartoffelpressen.

Erdäpfelteig

Nun aber noch ein paar einleitende Worte zu meinem Rezept. Star der Anleitungsfotos ist meine Mama, die mir nach langem Jammern und Betteln eine meiner Leibspeisen vorgesetzt hat. Mit Erdäpfelkrapferl ist bereits sie aufgewachsen, stand doch schon meine Oma den Kochlöffel schwingend vor der Pfanne und backte die kleine Krapferl aus Fett heraus. Ich behaupte mal ganz frisch von der Leber weg, dass das steirische Erdäpfelkrapferl sind, denn ich kenn sie nur von dort. 
Schmecken tun sie übrigens himmlisch, aber das war eh klar.





Zutaten:
Die sind heute leider eher Daumen mal Pi. Wichtig ist, dass ein weicher, gut formbarer, ausrollbarer Teig entsteht, der trotzdem nicht bricht.
  • ca. 8 Erdäpfel
  • 2 Eier
  • so viel Mehl, dass ein weicher Teig entsteht
  • Salz
  • 1 EL Kümmel  
  • l zum Anbraten




Zubereitung:
  1. Kartoffeln weich kochen, abkühlen lassen und durch die Presse drücken.
  2. Mit Eiern, Salz und Kümmel gut verkneten und nach und nach Mehl beigeben, bis ein weicher, formbarer Teig entsteht, der nicht bricht.
  3. Arbeitsfläche bemehlen, Teig ausrollen und mit einem Wasserglas Kreise ausstechen.
  4. Öl erhitzen und auf hoher Hitze beidseitig braten, bis die Erdäpfelkrapferl knusprig braun sind.





Dazu passt hervorragend Kraut in sämtlichen Variationen - auch Blaukraut aus dem Tiefkühler.


Kartoffelteig