Getränke, Salzburg

Rosa Brennesselsirup und ein Ausflug auf die Bürglalm in Dienten am Hochkönig.

(Werbung) Ich würde ja lügen, würde ich behaupten, dass es mich jedes Wochenende raufzieht auf die Berge. Aufgewachsen in einem Tal, fand ich die Berge von unten genausoschön anzusehen wie die Aussicht, die sich von ihnen ins Tal bot.
Einige Jahre sind seitdem ins Land gezogen, und mittlerweile kann ich dem Panorama von oben durchaus etwas abgewinnen. Wenn’s dann gar so schön aussieht wie die Aussicht auf den Hochkönig (rechts im Bild!), mit sattgrünen Bergwiesen und watteweichen Schäfchenwolken, dann darf man mich getrost als Bergfan bezeichnen.

 

Zufällig hat es mich nicht hinauf in die Berge gezogen, ich bin einer Einladung gefolgt: nach Dienten (sprich: Deantn) ins Hochköniggebiet. Gabi Bürgler lebt und arbeitet dort – sommers wie winters – auf der Bürglalm und macht eines ganz besonders gerne: Almkräuter sammeln und Feines damit kochen. Sirupe, Eis oder Butter werden von ihr mit Kräutern gepimpt und gemeinsam mit Wildspezialitäten, Käse, selbstgemachtem Senf und Marmeladen serviert.

 

Die Alm selbst, auf der Gabi ihre Künste vollbringt, ist über hundert Jahre alt und liegt auf 1593 m. Mit Blick sowohl auf den höchsten Berg Österreichs, den Großglockner, als auch auf Hochkönig und umliegende Grasberge, ist sie wohl auch für Pinzgauer Verhältnisse besonders malerisch gelegen.

 

 

Auf den Bergwiesen rund um die Alm gibt’s nicht nur neue Kräuter wie wilden Kümmel für mich zu entdecken, der zwischen den Fingern verrieben ein umwerfendes Aroma verströmt, sondern auch altbekanntes Gestrüpp: Brennesseln.

Gabi Bürgler verbittet sich aber diese abwertende Bezeichnung, sie ist Fan der brennenden Staude und verteigt sie vehement gegen Ignoranten wie mich. Ihr Herz schlägt so heiß für Brennesseln, dass eine eigene „Brennessel-Plantage“ hegt und pflegt. Dort wächst die Staude in verschiedenen Generationen, um rundum gut genützt zu werden: Ausgewachsene Pflanzen besitzen Samen, die man rösten und etwa ins Müsli geben kann. Die jungen und feinen Triebe der frischen Pflanzen hingegen sind perfekt für Brennesselsirup.

 

Der kommt wunderhübsch roséfarben in der Flasche daher (aufgrund des tiefroten Stängels der Brennsesselsorte) und erinnert im Geschmack schon fast an Holunderblütensirup. Ich hab ihn mit Wasser getrunken, laut Gabi macht er sich aber auch sehr fein in einem Weißen Spritzer.

Und damit ihr diesen Sirup ebenfalls probieren könnt, hat Gabi mir das Rezept dafür verraten. Seid ihr bereit?

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Zutaten

  • 10 Liter Eimer
  • junge Brennesselspitzen
  • 5 Liter Weckglas
  • 100 g Zitronensäure
  • 3 kg Zucker

Zubereitung

  1. Einen 10 Liter Eimer voll mit schönen jungen Brennesselspitzen (samt Stängel) füllen (wenn man die Brennesseln zusammendrückt, sollte der Eimer halb voll sein).
  2. Brennesseln sauber waschen und in ein Weckglas (5 Liter) füllen.
    Mit 100 g Zitronensäure bestreuen und mit 3 Liter Wasser aufgießen
  3. Mit den Scheiben von drei Bio Zitronen abdecken und so 48 Stunden stehen lassen.
    Durch ein Tuch seihen und mit 3 kg Zucker vermischen.
    Zucker solange rühren, bis er sich völlig aufgelöst hat, danach in Flaschen abfüllen.

 

 

 

Auf meiner Sommer To-Do-Liste steht ab sofort also das Sammeln von Brennesseln. Sollte jemand in Salzburg eine gute Plantage ausgemacht haben – ich stehe mit meinem Eimerchen bereit!
Und weil’s gar so schön war und mir dort oben so gefallen hat, gibt es jetzt noch eine kleine Flut an Bildern – von idyllischen Berghütten, bestäubendem Fluggetier und dem grandiosen Bergsteigerfrühstück, das ich auf der Bürgl bekommen hab. Genießt es!

 

 

 

 

 

 

Disclaimer: Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem Salzburger Land Tourismus.